Otto Piene (German, 1928-2014), Ohne Titel [Untitled], 1975. Gouache and traces of fire on cardboard, 99.5 x 65 cm.
august you are so gentle to me
[Video Description: a video of the ocean rolling by outside a square wooden window.]
ich habe diese welle auf dem arm. die welle fand ich damals hier - als tattoo unter den 1000 tattoos von damals. sie sollte etwas symbolisieren: die Wellen, die ich überlebte - diese eine Große insbesonders. sie sollte die Letzte sein - eine bloße erinnerung, eine letzte große Krise. und dann? happy life.
Sprung.
10 Jahre später. Wow. Ich bin wieder hier. Mit so vielen Jahren zwischen dieser einen Großen Welle. Stecke wieder in einer Welle, eine die danach doch wieder folgte - eine von vielen. Eine, bei der ich noch nicht wieder den Boden unter den Beinen spüre und so viel Salzwasser geschluckt habe, dass ich nur noch huste.
Es klingt Klischee und es klingt abgedroschen, aber an Tagen wie diesen, da frage ich mich “wieso ich? und wieso schon wieder?” und niemand antwortet.
oder irgendwann, ganz spät, sagt mal jemand “naja. jetzt ist’s aber auch mal gut! irgendwie wirds doch wieder”.
Ich habe keine Wahl die Wellen durchzustehen: Dann heißt es wieder Augen schließen, Atem anhalten und den Boden unter den Beinen irgendwann wieder finden. Ganz allein.
Aber die anderen, die haben die Wahl - sie haben die Welle nicht auf dem Arm, sie können sie abschütteln. Sie können rennen, so schnell dass sie nie eine Welle einholt. Nur ich, ich habe sie für immer in der Haut und nehme sie mit, wo auch immer ich bin.